Kurze Inhaltsangabe des Buches „Vom Leben geformt“
H. Otto Dück 1929 in Weidenbach, Kreis Kronstadt in Siebenbürgen geboren, schildert in diesem Buch sein bewegtes Leben.
Dazu schreibt Uwe Konst, Vorsitzender des Fördervereins der Siebenbürgischen Bibliothek:

Die Geschichte einer Familie mit der eines Ortes und seiner Einwohner gekonnt zu verweben, ist kein leichtes Unterfangen. Und genau das ist Otto Dück in diesem Buch gelungen. Herausgekommen ist eine kurzweilige Lektüre, welche sowohl Einblick in die Historie Weidenbachs und der Weidenbächer ermöglicht als auch in die wechselvolle Geschichte der Dücks aus mehreren Jahrhunderten. Das Buch ist interessant zu lesen, wobei das Talent des Verfassers ausführlich zu erzählen, hervorzuheben ist. Es ist ihm auch gelungen, den verschiedenen Zeitepochen gleichermaßen Bedeutung zu schenken und eine der anderen gegenüber nicht zu vernachlässigen.
Im ersten Teil seines Buches gibt er einen Überblick über die Geschichte Siebenbürgens und der Siebenbürger Sachsen. Insbesondere geht er dabei auf die Geschichte seines Heimatortes Weidenbach ein und beschreibt das Zusammen- bzw. Nebeneinanderleben der unterschiedlichen Volksgruppen in der Gemeinde.
Der zweite Teil umfasst die Kindheit und Jugend des Autors, die er selbst als „ungewöhnlich glücklich“ bezeichnet. Dieses Glück fand im 15. Lebensjahr ein jähes Ende, als der Frontwechsel Rumäniens und das Ende des Zweiten Weltkriegs Leid und Elend für die Deutschen in dem südosteuropäischen Land brachten.
Teil III umfasst die Jugendzeit im kommunistisch regierten Rumänien der Nachkriegszeit. Darin spiegeln sich die Folgen wider, welche der Zweite Weltkrieg für die Deutschen In Rumänien hatte. Entrechtung, Verschleppung, Diskriminierung und Not sind Kennzeichen dieser Zeit, welche den heranwachsenden Otto Dück prägten. Die Entscheidung, die Ausreise zu beantragen, war nur konsequent, bedeutete aber auch einen mehrjährigen Spießrutenlauf mit den Behörden.
Im vierten und letzten Teil schildert der Autor sein Leben in Deutschland, welches geprägt war von beruflichen und privaten Erfolgen – allerdings nicht ohne Rückschläge.
Das Buch ist kurzweilig und stellenweise spannend zu lesen. Sein darin geschilderter Lebensweg ist Beleg dafür, dass die Eigenschaften und Tugenden, welche die Siebenbürger Sachen über Jahrhunderte geprägt haben, eine gute Ausgangsbasis für den beruflichen Erfolg auch in dem „Mutterland“ Deutschland sind. Dass bei all diesen Erfolgen die eigenen Wurzeln nicht vergessen werden und sich dies durch ehrenamtliches Engagement für die Gemeinschaft der Siebenbürger allgemein und der Weidenbächer im Besonderen materialisiert, ist kennzeichnend für das Leben und Wirken des Autors.
Das Buch ist eine interessante Lektüre für Weidenbächer, weil es für die ältere Generation viele schöne Erinnerungen aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg weckt und für die jüngere Generation ein Dokument des Erlebten ihrer Eltern und Vorfahren in der alten Heimat darstellt. Für Burzenländer und sonstige Siebenbürger ist es wertvoll, weil es stellvertretend für das Leben in jeder Burzenländer Gemeinde ist, mit ihren Bräuchen, mit ihrer Lebensart und mit ihren Gewohnheiten.
Es eignet sich zudem als Geschenk an Nicht-Siebenbürger, da sie aus diesem Buch viel über die Siebenbürger Sachsen, wie sie in Siebenbürgen auch unter schweren Bedingungen ihre Werte, Ihre Sprache und ihre Kultur bewahrt haben – um dann schlussendlich von den Widrigkeiten der geschichtlichen Entwicklung zur Ausreise gezwungen zu sein.

 

Das Buch ist am 14.08.2009 auf dem Buchmarkt erschienen und
kann in jeder Buchhandlung unter Angabe des Titels und der
ISBN-Nr. 978-3-8391-1166-6, 516 Seiten, zum Ladenpreis von € 31,90
bestellt werden.